Hallo,
Ich bin männlich, 42 Jahre alt und arbeite als Informatiker,sitz daher viel und hoffe, dass mir hier evtl. geholfen werden kann. Seit einigen Monaten habe ich Beschwerden, die evtl. auf eine Pudendusneuralgie hindeuten und renne gerade von einem Arzt zum nächsten, um endlich mal eine passende Diagnose zu erhalten. Um meine ganze Krankheitsgeschichte zu verstehen...Ich leide seit vielen Jahren schon unter Reizdarm, Reflux und Zwerchfellbruch. Des weiteren wurde bei mir eine Angststörung vor Krankheiten, OP's und Narkosen diagnostiziert.
Das alles fing vor einigen Jahren an...Nach dem Masturbieren war mir aufgefallen, das ich Schmerzen/Druck im Bereich der Blase bekam und unten rum irgendwie verkrampft war. Ich hatte mir nix dabei gedacht und hatte es auf die Masturbation geschoben und wartete einfach ein paar Tage ab. Aber es wurde nicht besser. War dann mal zum Urologen gegangen und es wurde nur eine leicht vergrößerte Prostata festgestellt. Dann kamen aber auch noch Verdauungsprobleme wie Blähungen/Verstopfung/Durchfall und Blut beim Abwischen dazu. Aber warum treten diese Probleme nach einer Masturbation auf ?
Bin dann zum Proktologen gegangen und der hatte Hämorriden festgestellt und diese entfernt. Die hatte ich vor einigen Jahren auch schon mal gehabt. Danach war ich einige Zeit beschwerdefrei.
Vor ein paar Wochen fingen die Beschwerden aber leider wieder direkt nach einer Masturbation an. Dieses mal sind die Schmerzen aber um einiges stärker. Es zieht/drückt, gerade stark beim Sitzen, an der Blase und am After. Es fühlt sich so an als wäre ein Fremdkörper in meinem PO. Es tut weh links/rechts im Unterbauch, im unteren Rücken, im Steiß, Flanken, Damm, rechten Oberschenkel und im Penis, quasi der ganze Beckenboden. Und der Schmerzt wandert mal da und da hin. Bin dann wieder zum Urologen gegangen und der hat die Blase/Prostata untersucht und hat mich mit Verdacht auf CPPS nach Hause geschickt, da alles andere in Ordnung war. Der Proktologe hatte auch wieder nur leicht vergrößerte Hämorriden festgestellt.
Dann wurde mir vor 2 Wochen im Urlaub in Kroatien nach dem Grillen extrem übel und habe daraufhin ein heftige Durchfallerkrankung mit Nährstoffmangel und Elektrolyt-Behandlung gehabt. Die Schmerzen und Krämpfe waren dann stark im rechten Unterbauch. Beim Ultraschall wurde außer viel Luft im Magen/Darm Trakt nix festgestellt und mir wurde auf der Verdacht einer Blinddarmentzündung Antibiotika verschrieben. Die Blutwerte und Stuhlprobe waren allerdings alle in Ordnung. Wahrscheinlich lag es am Fleisch und dem vielen Bier, konnte aber nicht bestätigt werden.
Nach dem Urlaub war ich beim Orthopäden und ich wurde geröntgt. Es wurde nix festgestellt es könnte aber eine Entzündung im Kreuzbein/Hüftbeuger sein, aber wieder nur auf Verdacht.
Nach der Durchfallerkrankung ist mein Stuhlgang wieder soweit in Ordnung und teste in nächster Zeit derzeit weitere Dinge wie Dünndarmfehlbesiedelung, Lactose, Fruktose und Co. Auch ein MRT und einen Termin beim Neurologen möchte ich machen. Da warte ich noch auf Termine.
Das komische ist halt, das diese Symptome immer direkt nach einer Masturbation aufgetaucht sind und nun geblieben sind und ich denke dass meine Darmprobleme auch stark von meiner Psyche/Reizdarm kommen könnten. Daher habe ich weiter geforscht und bin bei Reddit auf das Thema Pudendusneuralgie im Zusammenhang mit vieler Masturbation gestoßen.
Könnte durch das viele Masturbieren der Pudendusnerv blockiert, gereizt oder geschädigt sein, da ich fast täglich masturbieren ?
Gibt es ein Zusammenhang zwischen dem Nerv und Darmbeschwerden ?
Welcher Arzt ist sowas zuständig ?
Über eine Rückmeldung würde ich mich sehr freuen.
MFG
Pudendusneuralgie oder doch was anderes ?
-
captaincrash83
- Posts: 2
- Joined: Tue Jul 29, 2025 4:58 am
Re: Pudendusneuralgie oder doch was anderes ?
Hallo Captaincrash83,
würde dir gerne ein paar Hinweise geben.
Reizdarmsyndrom ist immer so eine allgemeine Diagnose, die alles und nichts sagt. Vielleicht lässt du dich mal auf Histaminintoleranz, auch MCAS (Mastzellen Aktivierungssyndrom) genannt, untersuchen. Damit kennen sich leider nur sehr wenige Ärzte gut aus, u. a. Prof. Molderings in Bonn, der diese Diagnose stellt. Es sind komplexe Untersuchungen, und die meisten Ärzte sind nicht fortgebildet. Wenn du unter orthomolekulare Medizin oder Mitochondrien Medizin suchst, ist der ein oder andere zu finden. Oftmals beschäftigen sich Heilpraktiker damit. Auch unter MCAS findest du eine Menge.
Zu deinen Beschwerden am Beckenboden empfehle ich dir das Buch "Unter der Gürtellinie" von Renate Bruckmann. Sie erklärt hervorragend das gesamte Gebiet des Beckenbodens, des weiteren die Symptome, die dort alle auftreten können und die du auch beschreibst und gibt auch noch Übungen an. Dann vielleicht noch mit einem Urologen sprechen, ob Beckenbodentherapie Sinn macht, oder mal mit einem entsprechenden Therapeuten reden. Der muss Fortbildungen auf diesem Gebiet haben. Oftmals sind solche Probleme auf Verspannungen in dem gesamten Beckenboden zurückzuführen. Gerade Sexualität erfordert viel Anspannung im Beckenboden.
Vielleicht hilft es ein bisschen weiter....
Aristocat
würde dir gerne ein paar Hinweise geben.
Reizdarmsyndrom ist immer so eine allgemeine Diagnose, die alles und nichts sagt. Vielleicht lässt du dich mal auf Histaminintoleranz, auch MCAS (Mastzellen Aktivierungssyndrom) genannt, untersuchen. Damit kennen sich leider nur sehr wenige Ärzte gut aus, u. a. Prof. Molderings in Bonn, der diese Diagnose stellt. Es sind komplexe Untersuchungen, und die meisten Ärzte sind nicht fortgebildet. Wenn du unter orthomolekulare Medizin oder Mitochondrien Medizin suchst, ist der ein oder andere zu finden. Oftmals beschäftigen sich Heilpraktiker damit. Auch unter MCAS findest du eine Menge.
Zu deinen Beschwerden am Beckenboden empfehle ich dir das Buch "Unter der Gürtellinie" von Renate Bruckmann. Sie erklärt hervorragend das gesamte Gebiet des Beckenbodens, des weiteren die Symptome, die dort alle auftreten können und die du auch beschreibst und gibt auch noch Übungen an. Dann vielleicht noch mit einem Urologen sprechen, ob Beckenbodentherapie Sinn macht, oder mal mit einem entsprechenden Therapeuten reden. Der muss Fortbildungen auf diesem Gebiet haben. Oftmals sind solche Probleme auf Verspannungen in dem gesamten Beckenboden zurückzuführen. Gerade Sexualität erfordert viel Anspannung im Beckenboden.
Vielleicht hilft es ein bisschen weiter....
Aristocat